Unterwegs auf einer sportlichen Reise der besonderen Art

Gelbfieber kann ansteckend sein

Lauf der Kulturen

Es ist eine ganz eigene Art, ein Land, seine Leute und deren Kultur kennen zu lernen, wenn du es Schritt für Schritt im Laufschritt tust. Fernab der Touristenhochburgen riechst und schmeckst du das Land, erlebst  die Men- schen so, wie sie sind – entgegenkommend, freundlich und aufgeschlossen. Und mittendrin in den Touristenhochburgen das gleiche Gefühl – Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Ausländer? – na das sind in diesem Fall ja wohl eher wir -  nein, Mitmenschen so, wie du und ich. Es ist schon faszinierend, ob wir in kleinen Bergdörfern oder der  endlosen Weite und faszinierenden Natur des Balkangebirges unterwegs waren, oder im Trubel bei  Begegnungen mit Läufern aus Baja, der Hauptstadt der Fischsuppe im Herzen Ungarns, badeten; ob freundschaftliche Gespräche in der eigenen Laufgruppe oder bei aufregenden offiziellen Empfängen in Apatin und letztlich in Skopje am Ziel unserer Reise; überall wurden wir wie Freunde behandelt. Das tut gut und genau das ist es, was wir auch mit diesen Läufen erreichen wollen, Freundschaft und Verständnis für Menschen unterschiedlichster Kulturen und Glaubensrichtungen und auch verschiedenster Altersgruppen. Alle verfolgen wir ein gemeinsames Ziel – Interesse für einander, gegenseitige Akzeptanz und Toleranz. Wir sind 60 Läufer im Alter zwischen 25 und 75 Jahren (zwei, drei Teilnehmer sind sogar schon um die 80 Jahre) und wir machen uns gemeinsam auf den Weg, Kulturen zu verbinden. Fitness ist halt keine Frage des Alters. Mit meinen knapp 50 Jahren bewege ich mich altersmäßig genau in der Mitte und finde es faszinierend, wie die Erfahrungen und die Weisheit der „Alten“ mit der Spontanität und Schnelligkeit der „Jugend“ harmonieren können, wenn man es nur will. 2.000 Kilometer im Gleichschritt, denn alle ziehen an einem Strang. Für mich, als ambitionierte Freizeitläuferin, gehören solche sportlichen Events, wie dieser Städtepartnerschaftslauf von Dresden nach Skopje, aber auch von Dresden nach St. Petersburg im Jahr 2008 zu den absoluten Höhepunkten meiner sportlichen Aktivitäten. Komm einfach mit und teile meine Faszination.
Nadja Hennig